Nach Krieg und Vertreibung aus dem Sudetenland wurde Kühnl & Hoyer durch die Herren Adolf und Josef Kühnl sowie Emil Hoyer 1948 gegründet.
Die Gemeinde Markt Erlbach stellte für die Herstellung von Blechblasin- strumenten das Schießhaus der Schützengesellschaft als Fabrika- tionsstätte zur Verfügung. Das Start- kapital der Firma war, neben den spärlich vorhandenen Werkzeugen, das traditionelle Wissen über den Bau von Blechblasinstrumenten. Anfangs wurden nur Trompeten mit Perinetma- schinen hergestellt und Reparaturen an Blechblasinstrumenten durchge- führt.
Nach der Währungsreform wurde die Betriebseinrichtung dem technischen Fortschritt angepasst. Gleichzeitig wuchs auch die Produktionspalette. Da die Nachfrage an Musik- instrumenten immer weiter anstieg, wurde 1952 die Produktionsstätte durch den Neubau mit technischen anspruchsvollen Fertigungsräumen erweitert, ohne dass dadurch die handwerkliche Instrumentenbaukunst verloren ging. Die starke Expansion machte 1957 einen ersten Anbau an das Betriebsgebäude notwendig.
1962 schied Emil Hoyer aus. Der Betrieb wurde nun von Adolf und Josef Kühnl fortgeführt. Heute wird das Unternehmen in der dritten Generation von Dieter Kühnl als Geschäfts- führer geleitet.
Hergestellt werden Blechblasinstrumen- te, wie Trompeten, Kornette, Flügelhör- ner, Posaunen, Tenor- und Baritonhörner sowie Signal- und Jagdinstrumente. Alle Instrumente werden im Markt Erlbacher Betrieb gefertigt.
Traditionelles und fundiertes Wissen über den Bau von Blechblasinstrumen- ten und konsequentes Einbeziehen von industriellem Know-how, mithilfe mo- dernster computergestützter Mess- und Justiermethoden, sichern den hohen Qualitätsstandard. Dieses Wissen, so- wie die handwerkliche Instrumentenbaukunst, werden seit 1949 ununterbrochen an Auszu- bildende weitergegeben.
Die Entwicklung und Anpassung neuer Instru- mente an die Wünsche der Kunden wird von Kühnl & Hoyer persönlich mit namhaften Musikern und Musikpädagogen durchgeführt. Besonderen Dank für die Unterstützung durch Tests und Anregungen gebührt den Orchester- musikern Jürgen Zellner, Posaunist und Hans Brosel, Trompeter am Staatstheater Nürnberg. Modernste Herstellungsverfahren und Ferti- gungskontrollen gewährleisten eine umweltge- rechte Produktion. Jedes Instrument aus der Produktion von Kühnl & Hoyer wird einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen. Dieser hohe qualitative Anspruch wurde bereits fünfmal mit der Verleihung des Deutschen Musikinstrumentenpreises bestätigt.
Preisträgerinstrumente beim Deutschen Musikinstrumentenpreis
Jahr 1991 B/F-Tenorposaune Modell 139 GF, Neusilberleichtzug
Jahr 1993 B-Trompete Modell „Sella G“
Jahr 2000 B-Bariton Modell 79/4 G
Jahr 2001 B/F-Tenorposaune Modell „Bolero F/Large“
Jahr 2007 B/F/GES/D-Bassposaune Modell „Orchestra bass“
In Zusammenarbeit mit Professor Branimir Slokar, Musikhochschulen Freiburg und Bern, entstand ab 1995 die „Slokar“ Posaunenserie. Diese wird vom „Slokar-Posaunenquartett“ bei ihren Konzerten weltweit präsentiert.
Ab 1996 wurden mehrere Posaunenmo- delle, die sowohl für Jazz und Bigband als auch für den symphonischen Ein- satz geeignet sind, mit dem holländi- schen Jazzposaunisten und Dozenten am Konservatorium in Hilversum Bart van Lier entwickelt.
Mit Professor Malte Burba, Musikhochschulen Dresden und Mainz, weltweit durch Konzerte und Brass-Workshops bekannter Trompeten-Virtuose, entwickelten wir die „Malte Burba“-Edition. Seit 2001 entstehen aus dieser Zusammenarbeit Trompeten und Flügelhörner für die universelle Anwendung so- wie für den professionellen Bereich.
Ständige Innovationen und unsere Erfahrung aus über 60 Jahren Instrumentenbautechnik garantieren für ausgeglichene Stimmung, leichte Ansprache, gute Intonation und beste Verarbeitung unserer Instrumente.
Deshalb: Es lohnt sich Kühnl & Hoyer – Instrumente zu blasen.